Argumente und Positionen

 

 

 

Pro und Contra

Aktuell wird das Für und Wider von existenzunterstützenden Angeboten - besonders von Lebensmittelausgaben - heiß diskutiert.

 

Hier finden Sie einen Überblick über Pro- und Contra-Argumente, die dazu beitragen sollen, das Für und Wider zu beleuchten. Die Positionen geben kein Urteil über "richtig" und "falsch" ab. Sie zeigen auf, dass weiterhin an einer strukturellen und nachhaltigen Armutsbekämpfungsstrategie zu arbeiten ist.

 

 

Position der Caritas zu existenzunterstützenden Angeboten

Existenzunterstützende Angebote wie Lebensmittelausgaben, Suppenküchen, Kleiderkammern und Sozialkaufhäusern versorgen momentan mehr als eine Million Menschen. Sie sind ein Beleg für die wachsende Armut auch in NRW. In den vergangenen Jahren hat deshalb eine kritische Auseinandersetzung zum Spannungsfeld zwischen der unmittelbaren Notwendigkeit und der dauerhaften Snnhaftigkeit der Lebensmittelausgaben für arme Menschen begonnen.

 

Lebensmittelausgaben stellen immer mehr ein existenzsicherndes Angebot dar, auf das immer wieder auch von Grundsicherungsträgern verwiesen wird. Hier zeigt sich, dass wir von einer realitätsnahen Grundsicherung zu weit entfernt sind.


Existenzunterstützende Angebote dürfen nicht zum dauerhaft etablierten Ausfallbürgen des Staates werden und zur Entwicklung einer Parallelgesellschaft beitragen.

 

 

Caritas in NRW

Auf einer Fachtagung und durch das Positionspapier "Zwischen Sozialstaat und Barmherzigkeit" haben sich die Diözesancaritasverbände in NRW im Jahr 2008 intensiv mit existenzunterstützenden Angeboten befasst. Im Jahre 2010 beauftragten sie die Forschungsgruppe "Tafel-Monitor" mit Prof. Maar und Prof. Selke, eine empirische Studie zu den Einstellungen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitender (quantitativ) und den Erfahrungen der Nutzerinnen und Nutzer (qualitativ) im Feld existenzunterstützender Angebote durchzuführen.

 

Die Ergebnisse dieser Studie und eine Fachdiskussion mit Mitarbeitern und Trägern am 5. Oktober 2010 sind Grundlage der Positionen und Perspektiven der Diözesancaritasverbände in NRW. Hier lesen Sie mehr...

 

 

Caritasverband für die Stadt Köln e.V.

Der Caritasverband für die Stadt Köln entwickelte eine Handlungsempfehlung für die einzelnen Träger von existenzunterstützenden Angeboten vor Ort. Diese Handlungsempfehlung hat zum Ziel, eine grundsätzliche Position zur Praxis der existenzunterstützenden Angebote im Stadtdekanat Köln zu formulieren, das gemeinsame Nachdenken und Gespräch über ihre Weiterentwicklung zu fördern und einen Beitrag zur Vergewisserung aller Akteure zu leisten. Sie formuliert Vorschläge für einen gemeinsamen, grundlegenden Standard von existenzunterstützenden Angeboten und die Kooperation der kirchlichen Akteure. Hier lesen Sie mehr...

 

 

Deutscher Caritasverband

Auch der Deutsche Caritasverband veröffentlichte seine Positionen in einem Eckpunktepapier. Sie beschreiben unverzichtbare Qualitätsmerkmale, die bei einer Ausgabe von Lebensmitteln unter Mitwirkung der Caritas Beachtung finden sollten.

Hier lesen Sie mehr...

 

 

Positionen anderer Wohlfahrtsverbände

 

Auch die Diakonie hat ein umfangreiches Positionspapier zu existenzunterstützenden Angeboten veröffentlicht. Hier lesen Sie mehr...

 

 

Weitere Informationen und Positionen

 

Bundesverband Deutsche Tafel e.V. www.tafel.de

Tafelforum www.tafelforum.de